Nora Eckert
Der lange Weg zur Selbstbestimmung
Nora Eckert zeigt, wie der von trans_Menschen geführte Kampf um rechtliche und soziale Anerkennung in die deutsche Gesellschaftsgeschichte eingeschrieben ist. Obwohl die Geschlechterfrage von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung ist, ist die Erforschung von trans_Themen nach wie vor unterrepräsentiert. Nora Eckert versteht ihr Buch als eine trans_Bewegungs- und Emanzipationsgeschichte Deutschlands ab 1945 bis heute. Die Autorin schließt damit eine bedeutende Lücke in der deutschen Gesellschaftsgeschichte. Im Verlauf der Geschichte bilden sich soziale Prozesse ab, in denen Erzählungen ein wesentlicher Bestandteil sind und die im Fall von trans_ endlich zu ihrem Recht kommen sollen. Die Autorin beschreibt, wie aus privaten Netzwerkbildungen allmählich Selbsthilfestrukturen entstehen, die sich zu der trans_Community, wie wir sie heute kennen, weiterentwickeln. Mit den wachsenden Strukturen ging auch eine Politisierung einher. Sie bestand und besteht nach wie vor in der Forderung nach voller rechtlicher und sozialer Anerkennung von trans_. Die Einbettung von trans_Rechten in den Menschenrechtsdiskurs sieht Nora Eckert dabei als einen entscheidenden Schritt, der sich auch in der Verfassungsrechtsprechung seit 1978 mit Blick auf trans_ und ihre Folgen für die Gesetzgebung niederschlug. 2024 trat ein Selbstbestimmungsgesetz in Kraft, das von der Geschlechtsmündigkeit des Menschen ausgeht. Mit Blick auf den Rechtspopulismus bleibt die geschlechtliche Selbstbestimmung indes ein Verteidigungsfall und zugleich die Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft. (Verlagstext)
Wallstein, 250 S., kartoniert
€ 20,00
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